Feinstaubbelastung an den Hauptverkehrsachsen reduzieren

Eine langfristige Feinstaubbelastung kann zu Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs führen, eine bestehende Lungenerkrankung verschlimmern sowie das Sterblichkeitsrisiko erhöhen.

Was ist Feinstaub eigentlich?

Feinstaub sind feste Partikel der Außenluft mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer (PM10), die aufgrund des geringen Gewichtes nicht direkt wieder auf den Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der Atmosphäre verbleiben und mit dem Wind vom Entstehungsort weitergetragen werden können.

  • PM10 kann beim Menschen in die Nasenhöhle eindringen.
  • PM2,5 mit einer Größe kleiner 2,5 µm kann bis in die Bronchien und Lungenbläschen vordringen.
  • Ultrafeine Partikel kleiner als 0,1 µm können bis in das Lungengewebe und sogar in den Blutkreislauf gelangen.

Wie entsteht Feinstaub?

Feinstaubquellen sind heute vor allem Verkehr, Heizkraftwerke, Abfallverbrennungsanlagen, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern, der Schüttgutumschlag sowie bestimmte Industrieprozesse. In Bezug auf den Verkehr sind Bremsen-, Reifen- und Fahrbahnabrieb, die Aufwirbelung des Straßenstaubes sowie Abgase zu nennen. Eine weitere wichtige Ursache ist die Landwirtschaft.

Seevetal ist in diesem Zusammenhang sehr stark durch das verdichtete Autobahn- und Bahnnetz belastet. Dazu kommt die offene Topographie, die einen Weitertransport der Partikel durch den Wind begünstigt.

Die Vision der FREIEN WÄHLER

Seevetals grüne Lunge stärken und dort Anpflanzungen vorantreiben, wo der meiste Feinstaub auch entsteht: an Autobahnen, Schnellstraßen und Industriegebieten.

Bäume und Büsche, Knicks und Wälder sind natürliche „Feinstaubschlucker“ und wichtig für den CO₂-Haushalt. Sie filtern Partikel aus der Luft, lagern CO₂ ein, produzieren dabei Sauerstoff und bieten außerdem nachhaltigen Wind- und Lärmschutz.