Blitzer sollten an Unfallschwerpunkten eingesetzt werden, um Unfälle zu vermeiden. Die Geschwindigkeit an Gefällestrecken von Hauptstraßen zur Gewinnmaximierung der Kreiskasse einzusetzen, erscheint nicht sinnvoll.
Der Landkreis Harburg hat in seinen Haushalt 9 Millionen Euro aus der Geschwindigkeitsüberwachung eingeplant. Möglich wird dies, weil fast ausschließlich an freien Strecken kontrolliert wird, an denen kaum eine erhöhte Unfallgefahr besteht.
An Unfallschwerpunkten hingegen wird so gut wie gar nicht kontrolliert. Hier wird wegen der möglichen Gefährdungslage ohnehin langsam gefahren – entsprechend lassen sich dort nur geringe Einnahmen aus Geschwindigkeitsüberschreitungen generieren.
Der Hintergrund der Geschwindigkeitsüberwachung liegt also nicht auf der Reduzierung von Unfällen, sondern auf der Gewinnmaximierung für die Kreiskasse des Landkreises Harburg.
Was wir fordern
Kontrollen dorthin, wo wirklich Gefahr besteht. Die FREIEN WÄHLER setzen sich dafür ein, die Schwerpunkte von Verkehrsüberwachungen in Bereiche zu verlegen, in denen eine Gefahrenlage tatsächlich besteht: Kindergärten, Schulen und Schulwege, Altersheime, Wohngebiete, verkehrsberuhigte Fußgänger-Bereiche und Ähnliches.
Einnahmen zweckgebunden einsetzen. Die Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung sollen zur Unfallvermeidung verwendet werden.
Warum Blitzer allein nicht reichen
Nachweislich können „Blitzer“ das potenzielle Unfallgeschehen an Gefahrenstellen nicht nachhaltig eindämmen. Zur dauerhaften Unfallvermeidung müssen die tatsächlichen Ursachen in der Verkehrs- und Wegegestaltung behoben beziehungsweise geändert werden.
Dazu bedarf es einer systematischen Analyse mit Lösungskonzepten, die zum Beispiel grundsätzliche bauliche Veränderungen in der Straßenstruktur erforderlich machen. So können Gefahrenschwerpunkte nachhaltig entschärft werden.
